Das Schloss von Elfershausen

Schloss Elfershausen

 

Vor fast 400 Jahren ist aus der Pfarrei Langendorf die Filiale Elfershausen unter der Regierung des Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn herausgelöst worden.

Das katholische Elfershausen, nur wenige Angehörige anderer Kirchen wohnen hier, wurde durch die Persönlichkeit und das Wirken des Fürstbischofs Julius Echter geprägt.

Die geschichtlichen Ursprünge dürften bis ins Jahr 716 zurückreichen. Bedeutend für die Entwicklung von Elfershausen dürfte auch das Schloß sein, hatten doch die Schloßherren große Besitztümer in der Umgebung.

Christof Heinrich von Erthal baute 1562 das Schloß Elfershausen und im Jahre 1600 erhielt es durch dessen Sohn Georg Erich von Erthal die jetzige Form. Wappen am Gebäude derer von Erthal, die auf Umbau schließen lassen, gibt es von 1705 und 1749. Das Adelsgeschlecht derer von Erthal erlosch 1805.

Zu seinen Verwandten gehörte auch das Geschlecht der Grafen von Coudenhove, die aus Brabant stammen und seit dem 13. Jahrhundert in ihrer Stammfolge nachgewiesen werden können. So erbte dieses Geschlecht im Jahre 1805 die Stammgüter der Erthal unter anderem auch in Elfershausen.

Das Schloß wurde dann in der Zeit von 1817 bis 1820 verpachtet. 1905 wurde das Schloß für 76.200,-- Mark an jüdische Bieter verkauft.

Die Gemeinde erwarb das Schloß in der Nazizeit, wobei im Rahmen der Wiedergutmachung nach dem Kriege wegen Judenbeteiligung die Kaufpreise erneut bezahlt werden mußten. Die übrigen Besitztümer wurden an interessierte Bürger veräußert.

Im Dritten Reich war geplant, eine Nährmittelfabrik im Schloß zu errichten. Im übrigen war das Schloß bis zum Jahre 1968 als Wohnung für Flüchtlinge und Aussiedler genutzt.

Erst im Jahre 1968 begann die Gemeinde, sich im Schloß einige Räume einzurichten. Im Jahre 1976 wurde unter Bürgermeister German Zier die ehemalige Wohnung im Seitentrakt zu modernen Büroräumen umgebaut, die 1979 für die Verwaltungsgemeinschaft erweitert wurden.

In den 80er Jahren war eine Arztpraxis in den ehemaligen Kanzleiräumen im Haupthaus untergebracht, die nach dem Auszug des Arztes nunmehr der Finanzverwaltung dienen. Im Haupthaus ist weiterhin noch ein Besprechungsraum, ein Gottesdienstraum für die evangelischen Christen und ein großer Sitzungssaal untergebracht.

Die Sanierung des Schlosses durch Bürgermeister Alfred Küchler im Jahr 1988 war der erste Teil einer Generalsanierung, die außen durchgeführt wird. Die Innenräume sind weitestgehend saniert. Der Schloßkeller dient Veranstaltungen der Vereine, vor allem aber dem Markt- und Heimatfest, das im Schloßbereich Elfershausen jährlich um Maria Himmelfahrt (15. August) durchgeführt wird.

Einen vorläufigen Abschluss der Sanierung erreichte man mit der Erweiterung des Feuerwehrhauses im Schloß. Auf dem Schloßgelände ist auch das Schützenhaus untergebracht, welches an den Schützenverein verpachtet ist.

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